Gustav war der letzte Schleusenwärter, der blieb, als andere längst gegangen waren. Die Arbeit war hart, die Nächte lang – doch er kannte die Schleuse: wann sie nachgab, wann sie standhielt und wann das Meer sich seinen Weg nahm.
Für ihn war sie kein Bauwerk, sondern etwas Lebendiges. Sie knarrte, arbeitete und wehrte sich gegen das Wasser – und Gustav war ihr Hüter.
In Sturmnächten wurde sein Haus zur Zuflucht: Seemänner, Fischer, Gestrandete – wer es bis zur Schleuse schaffte, fand eine offene Tür, einen warmen Ofen und etwas zu essen. Gustav stellte keine Fragen. Er stellte die Suppe auf den Tisch.
Wer bei ihm einkehrte, war nicht einfach Gast. Er war jemand, der es geschafft hatte.
Am 21. November wird ein exklusives Wild Menü angeboten. Auf eine Wild Consommé mit Sauerteig Brot, folgt ein Duett von Reh & Wildschwein an Rahmwirsing, Pfifferlingen, Pastinakenstampf, das mit Jus abgerundet wird. Zum Dessert wird ein Eistörtchen auf Waldbeeren Spiegel gereicht. Die Kosten belaufen sich auf 59 Euro pro Person.
Zur Anmeldung und zum Alten Gustav

Wer schnell ist, kann sich einen Platz im alten Jagdzimmer ergattern.
Foto: Tjorven Boderius www.feldundfeder.de